Interview: Die Geschichte hinter dem Porsche an deinem Handgelenk
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    Ein restaurierter Klassiker, Pannen bei der Walter Röhrl Klassik – und warum Jürgen Walter Röhrl bis heute bewundert.

    Jonas: Jürgen, wie bist Du eigentlich zu dem Auto gekommen?

    Jürgen: Ich habe das Fahrzeug 2016 aus den USA importiert. Viel mehr als eine Zollbescheinigung mit der Rahmennummer hatte ich zunächst nicht. Beim Zerlegen des Innenraums habe ich dann eine alte Tankquittung aus Miami gefunden. Deshalb vermute ich, dass der Wagen dort unterwegs war.

    Spannend war auch: Das Auto war irgendwann vom ursprünglichen F-Modell auf ein G-Modell umgebaut worden. Früher galt das als moderner, heute wollen viele wieder zurück zum klassischen F-Modell. Genau das habe ich bei der Restaurierung auch gemacht.

    Jonas: Wie lief die Restaurierung?

    Jürgen: Komplett zerlegt. Motor zum Motorenbauer, Karosserie prüfen lassen, Roststellen kontrolliert – alles Schritt für Schritt. Als das Auto endlich lackiert werden sollte, habe ich meinem Lackierer den originalen Farbcode gegeben.

    Ein paar Tage später schickt er mir ein Foto. Ich schaue drauf und denke sofort: Das passt nicht. Statt Signalorange war der Wagen plötzlich viel dunkler – komplett falsche Farbe.

    Jonas: Schockmoment?

    Jürgen: Absolut. Er hatte sich bei der Farbnummer um eine Ziffer vertan. Also musste das Auto noch einmal komplett neu lackiert werden. Solche Dinge passieren bei einer Restaurierung leider.

    Jonas: Blieb beim Innenraum alles original?

    Jürgen: Nicht ganz. Ich habe mich bewusst gegen strenge Originalität entschieden. Die Sitze bekamen ein Rautenmuster – sportlicher, schöner, besserer Seitenhalt. Mir war wichtig, dass ich das Auto wirklich fahre und nicht nur anschaue.

    Jonas: Was war Deine längste Fahrt mit dem Wagen?

    Jürgen: Rund 1.700 Kilometer an einem Tag. Über das Timmelsjoch nach Meran, weiter Richtung Schweiz zum Furkapass und über den Bodensee zurück. Ich bin morgens um vier los, perfektes Wetter, kaum Verkehr – das war großartig. Meine Frau meinte nur: „Du spinnst.“

    Jonas: Gab es bei der Restaurierung noch weitere Probleme?

    Jürgen: Ja, leider beim Motor. Der war bei einem Motorenbauer, der meinte, das sei kein Problem. Beim Einbau haben wir gemerkt, dass vieles nicht richtig gemacht war. Also mussten wir den Motor noch einmal komplett zerlegen, reinigen und neu aufbauen. Ärgerlich – und teuer. Aber daraus lernt man.

    Jonas: Welchen Rat gibst Du jemandem, der selbst restaurieren will?

    Jürgen: Mit erfahrenen Leuten sprechen und sich ein gutes Netzwerk aufbauen. Und lieber einmal mehr Geld in einen echten Spezialisten investieren. Wer an der falschen Stelle spart, zahlt später oft doppelt.

    Jonas: Wir waren gerade bei der Walter Röhrl Klassik 2023. Was ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

    Jürgen: Da gab es gleich mehrere Geschichten. Eine technische Abnahme gehört immer dazu – ausgerechnet an dem Tag hat es in Strömen geregnet. Und mein Scheibenwischer ging nicht.

    Ich bin mit richtig mulmigem Gefühl zur TÜV-Stelle gefahren. Wenn der Prüfer den Scheibenwischer testet, wäre es das gewesen. Zum Glück hat er es nicht getan. Das Problem blieb aber – und wir sind tatsächlich den ganzen Tag im strömenden Regen ohne funktionierenden Scheibenwischer gefahren. Das war extrem anstrengend.

    Jonas: Und dann war da noch das falsche Tanken.

    Jürgen: Ja, leider. Nach dem ersten Veranstaltungstag in Rothenburg haben wir noch einmal vollgetankt, damit wir am nächsten Morgen direkt loskönnen. Dabei haben wir Diesel statt Benzin eingefüllt.

    Kurz nach der Tankstelle sind wir auf der Autobahn liegen geblieben. Als ich ausgestiegen bin und die riesige weiße Qualmwolke gesehen habe, wusste ich sofort, was los ist. Wasser konnte es nicht sein – der Motor ist luftgekühlt.

    Jonas: Schlechter kann der Zeitpunkt kaum sein.

    Jürgen: Allerdings. Der ADAC hat uns abgeschleppt, das Auto kam in meine Werkstatt, und dann haben wir nachts alles zerlegt. Mein Schwiegersohn ist Automechaniker und war am nächsten Tag als Co-Pilot eingetragen – der war entsprechend motiviert.

    Um vier Uhr morgens lief der Wagen wieder. Um fünf mussten wir schon wieder los, weil der Start um sieben in Rothenburg war. Das war hart, aber am Ende hat es sich gelohnt. Der Spaß stand im Vordergrund – und die Veranstaltung war großartig.

    Jonas: Warum ist die Walter Röhrl Klassik so beliebt?

    Jürgen: Weil sie unglaublich gut organisiert ist und riesigen Spaß macht. Die Startplätze sind oft innerhalb eines halben Tages weg. Man braucht wirklich Glück, um überhaupt einen Platz zu bekommen.

    Jonas: Bist Du selbst ein großer Walter-Röhrl-Fan?

    Jürgen: Definitiv. Er hat meine Jugend geprägt. Ich habe damals begeistert Rallyes verfolgt. Er hat viermal die Rallye Monte Carlo gewonnen und wurde zweimal Weltmeister – mit ganz unterschiedlichen Autos. Ihm ging es immer darum zu zeigen, dass der Fahrer den Unterschied macht. Und genau das hat er bewiesen.

    Jonas: Es gibt ja auch viele Geschichten über ihn.

    Jürgen: Eine meiner Lieblingsgeschichten stammt aus seiner Zeit als Chauffeur für einen Bischof in Regensburg. Er fuhr damals einen alten Mercedes-Diesel mit rund sechzig PS. Damit der Wagen überhaupt vorankam, musste er Schwung halten – also hat er auch mal zügig überholt.

    Die entgegenkommenden Autofahrer fanden das offenbar weniger gut und gaben ständig Lichthupe. Irgendwann fragte der Bischof: „Walter, warum geben die denn alle Lichthupe?“ Und Röhrl antwortete trocken: „Die kenne ich alle.“

    Später erzählte der Bischof dann: „Ihr werdet es nicht glauben, aber der Walter kennt jeden zweiten in Bayern!“

    Jonas: Und Du hast ihn auch schon persönlich getroffen?

    Jürgen: Ja, auf mehreren Veranstaltungen. Das Beeindruckende ist: Er ist völlig bodenständig geblieben. Man kann mit ihm ganz normal reden. Wirklich ein toller Mensch.

    Jonas: Was bedeutet es für Dich, abends noch eine Runde mit dem Auto zu drehen?

    Jürgen: Das ist für mich Ausgleich. In meinem Job muss ich den ganzen Tag konzentriert sein. Wenn ich dann ins Auto steige – der Geruch von Benzin, die Abgase, der Klang des Motors – bin ich sofort in einer anderen Welt.

     

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